
Fürst Otto von Bismarck (*1.04.1815 †30.07.1898)
Gründer und Kanzler des Deutschen Reiches
Ernennung zum Ehrenbürger am 1. April 1895
Mit der Absetzung von Bismarck als Reichskanzler durch Kaiser Wilhelm II. 1890 begann eine geradezu kultische Verehrung. An der Lüdenscheider Straße wurde zum Beispiel auf privates Betreiben das erste Bismarck-Denkmal Westfalens errichtet. Neben Köln, Hamburg, München und vielen weiteren deutschen Städten wurde Bismarck auch in Altena die Ehrenbürgerwürde angetragen.
Dr. Fritz Thomée
Landrat von 1862 - 1943
Ernennung zum Ehrenbürger am 20. April 1940
Neben seinen Verdiensten als Landrat war es vor allem sein Engagement für die Burg Altena, die zu seiner Ernennung als Ehrenbürger führte. Im Frühjahr 1906 gründete er mit einer Handvoll Gleichgesinnter den Märkischen Burgbauverein. Gegen weitreichende Widerstände setzte er, vor allem auch durch die großzügige finanzielle Unterstüzung der Altenaer Bevölkerung, die Restaurierung der Burg Altena durch.

Richard Schirrmann (*15.05.1874 †14.12.1961)
Lehrer und Gründer des Jugendherbergswerkes
Ernennung zum Ehrenbürger am 15. Mai 1954
Nach seinem Examen als Lehrer im Jahre 1895 unterrichtete Richard Schirrmann zunächst in Gelsenkirchen. 1903 wird er nach Altena versetzt, insgesamt ist er vom 2. Juli 1903 bis zum 31. Mai 1934 im Schuldienst in Altena tätig.
In Altena wird der begeisterte Wanderer Mitglied im Sauerländischen Gebirgsverein (SGV). Nach dem Modell des sudetendeutschen Fabrikanten Guido Rotter, der sich für die Einrichtung von Schüler- und Studentenherbergen in Gasthöfen eingesetzt hatte, sorgt Richard Schirmann für den SGV für die Einrichtung von diesen Herbergen. Zuerst werden im Hotel Gobrecht, heute Hotel "Am Markt", drei Betten zur Vefügung gestellt. Ab 1907 steht in der Netter Schule ein Notquartier zur Verfügung. In dieser Zeit entwickelt Schirrmann auch seine Idee eines flächendeckenden Netzes von Herbergen, die nicht nur Schülern und Studenten oder bestimmten Vereinen offen stehen, sondern der gesamten wandernden Jugend. 1910 stellt er seine Ideen in einem Beitrag für die Kölnische Zeitung dar, in dem er seine Ziele darlegt. Daraufhin bekommt er eine entsprechende Unterstützung und Spenden.

1914 wird auf der Burg Altena die erste ständige Jugendherberge eröffnet. Dort wird er auch erster Herbergsvater. 1922 läßt sich Schirrmann vom Schuldienst beurlauben, um sich ganz dem Aufbau des Jugendherbergswerks widmen zu können. Von 1933 bis 1936 ist er auch Vorsitzender der International Youth Hostel Federation. 1948 macht er sich unermüdlich an den Wiederaufbau des Jugendherbergswerkes.
1952 wird ihm durch den Bundespräsidenten Theodor Heuss auf der Burg Altena das Bundesverdienstkreuz verliehen.