Pressemitteilung

Neubau von Regenrückstaukanälen in der "Martin-Luther-Straße" sowie "Zur Roleye". Durch Synergieeffekte drei weitere Baumaßnahmen eingespart

Die unmittelbar betroffenen Anwohner wissen es schon – ab dem 15. August kommt es in der Martin-Luther-Straße und Zur Roleye zu Beeinträchtigungen im Straßenverkehr. Grund dafür ist unter anderem der Neubau von Regenrückstaukanälen durch das städtische Abwasserwerk. Hinzu kommen Modernisierungsmaßnahmen im Gas- und Wassernetz durch die Stadtwerke Altena, im Stromnetz durch die Enervie Gruppe sowie der Straßenendausbau durch die Stadt Altena. Das Zusammenspiel der Bauherren bringt viele Vorteile mit sich. Stadtwerke-Geschäftsführer und Leiter des städtischen Abwasserwerkes Marc Bunse erläutert: „Mit allen in Altena tätigen Akteuren stehen wir im regelmäßigen Austausch. So erkennen wir frühzeitig bei welchen Projekten Synergieeffekte genutzt und Kosten gespart werden können.“ Eine vorausschauende Planung, die auch positive Auswirkungen auf die Anwohner hat. Denn durch die gemeinsamen Tätigkeiten der Ver- und Entsorgungsbetriebe fallen die Anliegerbeiträge für den Straßenendausbau deutlich geringer aus.

„Ein Regenrückstahlkanal kann mehr Wasser aufnehmen als ein normaler Kanal. So wird die hydraulische Wirkung des Kanalnetzes, also die Kapazität, verbessert“, erklärt Diplom-Ingenieur Jörg Michutta vom Abwasserwerk der Stadt Altena. Mit Maßnahmen wie dieser möchte das Abwasserwerk Überlastungen des Kanalnetzes vermeiden. Bei Überlastungen, meist durch Starkregen, kann im schlimmsten Fall das Wasser über die Kanaldeckel an die Oberfläche gedrückt werden.

Zunächst werden daher die neuen Regenrückstaukanäle eingebaut. Da dafür die Straßendecke aufgenommen und ein bis zu 6 Meter tiefer Graben gezogen werden muss, können später auch die Versorgungsleitungen erneuert werden. Diese Maßnahmen werden etwa bis Mitte Dezember abgeschlossen sein. Der Endausbau der Straßen erfolgt dann im nächsten Jahr. Ab September muss das ausführende Bauunternehmen die Martin-Luther-Straße sperren. Damit die Anwohner des Giebelwegs, des Ketteler Wegs, der Wichernstraße und in Teilen der Martin-Luther-Straße ihre Häuser weiterhin erreichen können, wird eine provisorische Baustraße als Umleitung eingerichtet. Für alle Fragen während der Bauphase, bietet das Abwasserwerk einen besonderen Service: Zur wöchentlichen Baubesprechung an jedem Donnerstag um 14:30 Uhr beantwortet das Team um Fachmann Michutta gerne Anfragen von Anwohnern.

Für die gesamte Baumaßnahme fallen etwa 540.000 Euro an. „Mit diesem Projekt können wir drei ursprünglich im Gebietsentwässerungsplan vorgesehene Maßnahmen einsparen. Das spart Kosten in Höhe von deutlich mehr als 100.000 Euro“, freut sich Marc Bunse.

Altena, 11.08.2016