Pressemitteilung

Abschied vom Patenschiff "Frettchen"

Die seit 50 Jahren bestehende Patenschaft der Stadt Altena mit dem Schnellboot der Bundesmarine "S76 Frettchen" ist Geschichte. Das 7. und letzte Schnellbootgeschwader, zu dem auch das "Frettchen" gehörte, wurde am 16.11.2016 auf der Kieler-Förde-Brücke im Marinestützpunkt Warnemünde außer Dienst gestellt.

Am Vorabend feierte die Deutsche Marine mit einem Großen Zapfenstreich ihr 60-jähriges Bestehen. Die Zeremonie wurde vom Marinemusikkorps Kiel und dem Wachbataillon des Bundesverteidigungsministeriums durchgeführt. Mehr als 200 Soldaten waren anwesend , die Militärmusiker und Fackelträger sorgten für feierliche Stimmung. 

Mit einer beeindruckenden Zeremonie wurde das 7. Schnellbootgeschwader mit seinen zuletzt nur noch vier Einheiten am nächsten Tag außer Dienst gestellt. Dabei wurden die Dienstflaggen der Boote mit dem Kommando "Hol ein Wimpel und Fahnen" niedergeholt und die einzelnen Boote in einer Rede des Kommandeurs gewürdigt. Damit ging nach insgesamt 55 Jahren die Ära der Schnellboote zu Ende. Deren Aufgaben werden nun vollständig von den Korvetten übernommen. 

Um die Patenschaft zu Altena in diesem würdigem Rahmen zu beenden, reisten Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein als Vertreter der Stadt Altena, Ehrenscheffe Peter Wilm Schmidt für die Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft und fünf Vertreter des THW zu der Veranstaltung nach Warnemünde. Bürgermeister Dr. Hollstein bedauerte, dass Vertreter der Marinekameradschaft nicht dabei sein konnten, möchte aber allen die Patenschaft tragenden Vereinen auf diesem Wege seinen herzlichen Dank für ihr Engagement aussprechen. "In den 50 Jahren der Patenschaft sind viele Beziehungen und sogar Freundschaften zwischen den Menschen in unserer Stadt und den Marinesoldaten entstanden. Es gab unzählige Treffen in Altena und Warnemünde und die Frettchen-Soldaten werden uns besonders auch beim Altenaer Schützenfest fehlen. Ich bedaure sehr, dass die schöne Zeit der Patenschaft nun zu Ende gegangen ist."

Der Generalinspekteur der Marine ließ auf dem Exerzierplatz des Stützpunkts die Fahne einholen und löste damit das Geschwader auf.