Projektverlauf

A Analysephase

Zukunftswerkstatt am 10./11. März 2006
In diesem ersten Workshop haben die Teilnehmer unter der Anleitung von Prof. Retzmann eine Zukunftswerkstatt “Alt sein und alt werden in Altena” durchgeführt. In mehreren Phasen wurden Kritikpunkte und Phantasien erarbeitet. In der Kritikphase wurde vier Schwerpunktthemen ermittelt:

  • Vereinsamung,
  • mangelhafte Wohnsituation für Ältere,
  • fehlende Vernetzung sozialer Angebote und
  • unzureichende Infrastruktur.

In der Phantasiephase wurde überlegt, wie diese Problemfelder behoben werden könnten. Aus diesen Überlegungen wurden abschließend erste Entwürfe von Leitlinien und Leitsätzen entwickelt.

Bürgerveranstaltung am 05./06. Mai 2006
Die Bürgerinnen und Bürger wurden eingeladen an einer Zukunftswerkstatt “Alt werden und jung bleiben in Altena” mit der Frage “Welche Sorgen und Nöte haben die Bürgerinnen und Bürger in Altena wenn sie an ihr Leben im Alter denken?” teilzunehmen.
Ca. 120 Bürgerinnen und Bürger nahmen die Gelegenheit war, Kritik und Ideen zu äußern. Außerdem konnten sich die Besucher an 25 Ständen von Einrichtungen in Altena rund zum Thema Alter informieren.  Die Bürger konnten sich um eine Teilnahme an dem Initiativkreis bewerben und am 06. Mai an der Fortsetzung der Zukunftswerkstatt teilnehmen. Zu den von den Bürgern gefundenen Themen “Fehlendes Miteinander der Generationen”, “Altena wird schlecht geredet” und “Angebote von Vereinen und Verbänden werden nicht angenommen” wurden Utopien entwickelt. Zum Thema “fehlendes Miteinader der Generationen” wurde erste Leitsätze und Leitlinien entworfen.

1. Szenarioworkshop am 19./20. Mai 2006
Es wurden externe und interne Einflussfaktoren zu den gefundenen Schwerpunkten aus der Kritikphase bestimmt. Die internen Faktoren wurden zu vier Einflussbereichen gebündelt:

  • Ich
  • Zusammenleben
  • Anbieter
  • Kommunalpolitik

Nach der Reduzierung auf drei Einflussfaktoren, die Lebenssituation der Senioren am meisten beeinflussen, wurden diese definiert und stichwortartig umschrieben.

2. Szenarioworkshop am 10.06.2006
Zu den gefundenen Einflussfaktoren wurden quantitative und qualitative Deskriptoren (Messgrößen/Kennziffern) bestimmt. Zu den Deskriptoren wurde ein Fragenkatalog erstellt, zu dem 3 Experten am 23.06.2006 Stellung nehmen werden. Ziel dieser Befragung ist es, dass der Initiativkreis die zukünftige Entwicklung älterer Menschen in Altena besser abschätzen kann.

3. Szenarioworkshop am 23./24.06.2006
In der 3. Szenariowerkstatt wurden die Deskriptoren gewichtet und vernetzt. In einem anschließenden Expertenhearing wurden die Einflussfaktoren sowie die Deskriptoren überprüft. Als Experten waren eingeladen Frau Eifert(Institut für Gerontologie), Frau Schmidt(Bertelsmann- Stiftung), Dr. Schmidt (Institut für Gerontologie).

4. Szenariowerkstatt am 02.09.2006
Der Initiativkreis erarbeitete mit Prof. Retzmann positive und negative Entwicklungen der Deskriptoren. Um diese Entwicklungen durchzuführen, wurde eine Befragung von Bürgern über 60 Jahren zu den Lebens- und Wohnbedingungen durchgeführt und es wurden größere Datenmengen entsprechend den Deskriptoren dem Initiativkreis zur Verfügung gestellt.

5. Szenariowerkstatt am 09.09.2006
Auf der Basis der gesammelten positiven und negativen Projektionen werden je zwei Rohfassungen von best-case-Szenarien und worst-case-Szenarien entwickelt. Diese Szenarien zeigen deutliche Entwicklungsmöglichkeiten auf.

6. Szenariowerkstatt am 16.09.2006
Die Rohfassungen der Szenarien werden überarbeitet und weiterentwickelt. Schwerpunkte liegen u.a.  bei der körperlichen Fitness, Interessengemeinschaften, Versorgungsangebote, Familie, Wohnungspolitik.

7. Szenariowerkstatt am 04.11.2006
Mit den erstellten Szenarien werden Handlungsempfehlungen erstellt. Es werden 7 konkrete Projektideen durch den Initiativkreis skizziert und bei einer anschließenden Prioritätenbildung haben sich die Teilnehmer auf die Projektskizze „Bürgerschaftliches Engagement-Altenaer machen mit“ geeinigt.

Bürgerveranstaltung am 01.12.2006
Die Bürgerinnen und Bürger wurden über die Szenarien und die Handlungsempfehlungen informiert.

 

B Aktionsphase 2007

1. Workshop am 20.01.2007
Dem Initiativkreis wird das Konzept der ev. Fachhochschule Freiburg “Bürgerschaftliches Engagement” vorgestellt. Es wird ein Fragebogen konzipiert, der eine aktivierende Bestandsaufnahme zum Ziel hat.
Gleichzeitig wird seitens Herrn Blaumeiser mit einer Sozialraumanalyse begonnen.

2. Workshop am 03.05.2007
Es werden erste Ergebnisse  der Bürgerbefragung vorgestellt. Auf Grund dieser Befragung sollen am 16.06.2007 im Rahmen des “Marktes der Möglichkeiten” vier Aktionsgruppen gebildet werden. Diese Aktionsgruppen wurden entsprechend der benannten Handlungsfelder gebildet und heißen “Für Alle” (Handlungsfelder u.a.: Kultur, Freizeit), “Für Altena” (u.a. Erscheinungsbild, Verkehr), “Für Ältere” (u.a. Hilfe, Beratung, Vorsorge) und “Für Junge” (u.a. Betreuung, Jugendarbeit). Für den Markt der Möglichkeiten werden alle Bürger eingeladen. Außerdem werden die Bürger, die im Rahmen der Befragung ihre Kontaktdaten angegeben hatten und damit ein Interesse am bürgerschaftlichen Engagement bekundet hatten, mit einem persönlichen Einladung aufgerufen sich an dem Markt der Möglichkeiten und damit in die Aktionsgruppen einzubringen.

Markt der Möglichkeiten am 16.06.2007
Am16.06.2007 wurde der Markt der Möglichkeiten durchgeführt. Über 110 Besucherinnen und Besucher informieren sich über bestehende Vereine und Initiativen und über 60 Bürgerinnen und Bürger gründen vier Aktionsgruppen. Sie sammeln Ideen und vereinbaren das nächste Treffen.

Treffen der Aktionsgruppen im Juli/August 2007
Die vier Aktionsgruppen haben sich ein weiteres Mal getroffen und haben sich für konkrete Ideen entschieden.  Die Gruppe “Für Ältere” hat sich für das Thema “Jung hilft Alt/Alt hilft jung/intergenerative Projekte” entschieden, “Für Junge” wollen sich um “Familien- Patenschaften” kümmern. Die “Grünflächengestaltung” hat sich die Gruppe “Für Altena” auf die Fahnen geschrieben. Die Gruppe “Für Alle” möchte sich um Veranstaltungsplanung/Internetportal für das kulturelle Angebot kümmern. Alle Gruppen stehen kurz vor ihren dritten Treffen um ihre Projekte weiter zu planen und bald umzusetzen.
80 Bürgerinnen und Bürger sind mittlerweile in die Gruppen vertreten. Die Bürgerinnen und Bürger, die ihre Kontaktdaten im Rahmen der Befragung mitgeteilt haben, werden über den Stand der Aktionsgruppen informiert und können sich, da die Gruppen weiterhin für jedermann offen ist, auch in Folgetreffen einbringen.

3. Workshop am 10.08.2007
Der Initiativkreis reflektiert den Markt der Möglichkeiten und ist sich einig darüber, dass ein solcher Markt für die Aktivierung des Bürgerschaftlichen Engagements geeignet ist. Da der Initiativkreis weiterhin bestehen bleiben soll, überlegt der Kreis, welche Aufgaben er zukünftig zu erfüllen hat.

 

C Aktionsphase 2008

Workshop Januar
Die Teilnehmer des Initiativkreises wollen zur Unterstützung der Aktionsgruppen, des Stellwerkes und den weiteren engagierten der Stadt eine Aktionsgruppe Mittelbeschaffung gründen.

Workshop Mai
Das Thema Aktivierung  des Engagements soll auch 2008 weiter bearbeitet werden, insbesondere die aktivierende Öffentlichkeitsarbeit wird in den Mittelpunkt gestellt. Der Initiativkreis beschließt als weiteres Thema die Verbesserung der sozialen Infrastruktur des Wohnumfeldes im Herbst zu bearbeiten.

Aktionsgruppe Mittelbeschaffung
Es haben sich mehrer Teilnehmer gefunden, die das Thema Mittelbeschaffung bearbeiten wollen. So sollen Datenbanken über benötigte Sach- und Geldspenden verschiedenen Akteure Altenas sowie ein Gesamtkonzept für die Verteilung von Sach- und Geldmitteln erstellt werden.

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