OP-ACT: Reise nach Notodden, Norwegen

Ganz nach dem Motto „Aus fremder Erfahrung lernen“ reiste eine kleine Delegation der Stadt und der Bürgerforen nach Notodden in Norwegen. Dort beteiligten sich die Altenaer an einem internationalen Workshop des URBACT-Programms.

Dahinter verbirgt sich ein europäisches Austausch- und Lernprogramm zur Förderung nachhaltiger Stadtentwicklung. Gemeinsam mit zehn weiteren Städten aus verschiedenen europäischen Ländern beteiligt sich Altena dabei an dem Projekt „op-Act – options of actions“.

Das Ziel aller Städte ist es, vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und veränderter Bevölkerungsstrukturen neue, zukunftsfähige Perspektiven zu entwickeln, mit denen das Image der beteiligten Kommunen wieder aufgewertet wird und bessere Bedingungen für die Bürger geschaffen werden. Für Altena steht dabei ganz klar das Thema Tourismus im Mittelpunkt. Der österreichische Projektpartner, die Stadt Leoben, möchte beispielsweise ganz neue Qualitätsstandards als Migrantenstadt entwickeln.

Allerdings bleibt es für die Städte nicht beim bloßen Formulieren der Ziele, sondern die Maßnahmen sollen noch innerhalb des Projektes bis 2013 mit Hilfe der jeweiligen Bürger vor Ort umgesetzt werden. Weil Altena gerade in diesem Bereich der Bürgerbeteiligung und –mitwirkung bei der Stadtentwicklung auch weit über die Landesgrenzen hinaus von sich Reden gemacht hat, wurden die EU-Verantwortlichen auf die Burgstadt aufmerksam und holten sie Ende des vergangenen Jahres in das Projekt. Inhaltlich wird Altena im Rahmen des Projektes weiter an der touristischen Ausrichtung feilen und dafür gemeinsam mit den anderen Städten Ideen und Lösungen suchen.

Beim Workshop in der 12.000-Einwohner-Stadt Notodden wurde deutlich, dass Altena mit dem Erlebnisaufzug zur Burg ein unverzichtbares Pfund für die positive Entwicklung der Stadt hat – auf das Städte wie Ancona (Italien) oder Legazpi (Spanien) durchaus mit Neid blicken: „Sie brauchen solche Alleinstellungsmerkmale, um sich von anderen Städten abzuheben“, betonten die Experten der Europäischen Union immer wieder. Und da sei gerade der Erlebnisaufzug zur Burg ein Touristenmagnet, der Altena nicht nur von anderen Städten abhebe, sondern auch schwer kopierbar sei. Nur mit solchen außergewöhnlichen Angeboten könne die Zukunft einer Kleinstadt auch für nachfolgende Generationen gesichert werden.

Im kommenden Jahr werden die Projektpartner dann – ebenfalls im Rahmen eines Workshops – Altena besuchen. Wie in Notodden geht es dabei einen Tag um die aktuellen Entwicklungen und Erfahrungen in allen Städten und am zweiten Tag um die Entwicklung in der Gastgeberstadt im Besonderen.

Die Altenaer Delegation mit Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein, Wolfgang Friess, Fachbereichsleiter Soziales, Jugend und Familie, sowie die beiden Forums-Vorsitzenden Corina Turner (KulTour) und Melchior Ossenberg-Engels (Innenstadt).
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