Spendenaktion: Rucksäcke für Frauen im Flüchtlingslager Calais (Frankreich)

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„Ein Rucksack für Calais“

Aufruf des Stellwerks für eine Spendenaktion im Flüchtlingslager Calais: Stellwerk sammelt Hygieneartikeln für Frauen

Das Stellwerk stellt für diese Sammlung Rucksäcke zur Verfügung. Die Rucksäcke gibt es im Rathaus Zi. 6 und 7. oder am 06.08. auf dem Wochenmarkt (beim EineWeltLaden.)

 

Ein Vorschlag für den Inhalt:

  • mind. 2 Pakete Damenbinden
  • Tampons
  • Haarshampoo
  • Seife/Duschbad
  • Zahnbürste
  • Zahncreme
  • Handcreme
  • Deodorant

 

Gerne kann die Liste nach  eigenen Vorstellungen ergänzt werden: Haarbürste, Kamm, Haargummis, Nagelfeile, Nagelschere, Handspiegel, Waschlappen, Kugelschreiber, Schreibblock,… einen Gruß an die Empfängerin

Wichtig: Bitte nur neuwertige Ware einpacken! Keine Lebensmittel!

Es können auch eigene (gebrauchte) Rucksäcke gepackt und abgegeben werden.

 

Abgabe der gepackten Rucksäcke:

Im Rathaus Zi. 7 bei Anette Wesemann, Tel. 209 218 oder im Zi. 6 bei Dany Becker, Khunav Omer, Tel. 209 225

oder am 06.08. von 10 – 12 Uhr auf dem Wochenmarkt (beim EineWeltLaden) oder am 27.08. von 10 – 12 Uhr in der Freiheitstraße 26

 

Geldspenden:

Mit einer Spende von 20,- € packen wir einen Rucksack für Sie.

Spendenkonto Stellwerk IBAN  DE80 4585 1020 0080 0558 82, Verwendungszweck „Rucksack für Calais“.

 

Vielen Dank!!!

 

„Wir wollen uns mit dieser Aktion die Zustände in den Flüchtlingslagern in und außerhalb Europas in Erinnerung rufen. Viele Menschen erleben, nicht weit von uns entfernt, noch immer Not“, begründet das Stellwerkteam die Spendensammlung und hofft auf gute Beteiligung.

 

Hintergrundinfo:

Der Dschungel von Calais 2020

„Wer Calais 2020 besucht, findet einen anderen Jungle vor. Denn nach der vollständigen Räumung und Zerstörung der Hüttensiedlung im Oktober 2016 stranden zwar weiterhin Geflüchtete in Calais, harren oftmals über viele Monate aus und suchen nach einer Chance, nach Großbritannien weiterzukommen. Doch die Infrastrukturen des alten Jungle fehlen nun völlig. Vielmehr leben die Menschen in ausgemusterten Campingzelten auf Brachflächen, in Gebüschen, teils sogar auf den Schottern eines Eisenbahngleises und den Asphaltflächen stillgelegter Tankstellen in einem Gewerbegebiet am Rand von Calais, (…).

Ungefähr jeden zweiten Tag, meist früh am Morgen, werden sie durch die französische Polizei geräumt. Dies geht zuweilen mit Gewalt, Zerstörung von Zelten und Wegnahme des persönlichen Besitzes einher. Meist jedoch tragen die Geflüchteten ihre Zelte vor der Polizei weg und deponieren sie auf der Straße, um sie anschließend wieder aufzustellen. Die Absurdität dieses Rituals, das mehrere Stunden dauert und u.a. Schlafentzug bewirkt, symbolisiert die Lage der Geflüchteten in Calais wie kaum etwas anderes. „Es ist verrückt, es ist unmenschlich, es funktioniert nicht, aber es wird so weitergehen“, so eine lokale Aktivistin.“

(Thomas Müller, „Calais nach dem Lockdown“, Rundbrief Aachener Netzwerk, Juli 2020)
 

Informationen und Rückfragen:

Anette Wesemann, Tel 209 218, Mail: a.wesemann(at)altena.de

Dany Becker, Tel. 209 225, Mail: d.becker(at)altena.de

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