Pressemitteilung

Die Stadt Altena als Lead Partner des URBACT Netzwerks Re-grow City ausgewählt!

Seit dem 04.04.2018 ist es offiziell: Altena ist Lead Partner des URBACT Netzwerks Re-grow City und wird in der ersten Phase des Programms gemeinsam mit den Städten Isernia (Italien) und Igoumenitsa (Griechenland) zum Thema ‚Bürgerbeteiligung als Chance für schrumpfende Klein- und Mittelstädte‘ arbeiten und zu lernen.

URBACT ist ein europäisches Programm zur Förderung einer nachhaltigen Stadtentwicklung. Durch die Bildung von Netzwerken von europäischen Städten sollen aktuelle Herausforderungen gemeinsam angegangen, gelöst und übertragbare Ergebnisse gewonnen werden.

Altena hat bereits im Jahr 2017 die Auszeichnung als URBACT Good Practice Cities für den bewussten Umgang mit Schrumpfung und Stagnation erhalten und zuvor als Partner im Netzwerk OP-ACT mit Leoben (Österreich) als Lead Partner zum Thema ‚Demografischer Wandel und Strukturwandel in Klein- und Mittelstädten‘ gearbeitet.

Darauf aufbauend bewarb sich die Stadt im Januar 2018 für einen der 25 Plätze als Lead Partner, welcher am 04.04.2018 bewilligt wurde. Altena ist damit eine von zwei deutschen Städten, die ein Netzwerk organisiert. Gemeinsam mit zwei weiteren europäischen Städten (Isernia, Italien und Igoumenitsa, Griechenland) startet die Zusammenarbeit. Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein zeigte sich erfreut. „Die Vergabe der Lead-Partnerschaft ist eine Auszeichnung für unsere Arbeit in der Vergangenheit und zugleich Ansporn für gute Arbeit im neuen Netzwerk. Wir sind stolz, der einzige Vertreter NRWs zu sein.“

Die erste Phase des Programms ist zunächst auf sechs Monate begrenzt. In dieser Zeit lernen sich die Kernpartner kennen, tauschen Erkenntnisse aus und erarbeiten ein gemeinsames Konzept zum Thema ‚Working with civil society to reverse decline in small and medium sized towns‘. Isernia und Igoumenitsa sind ebenfalls wie Altena Kleinstädte, die von Schrumpfung geprägt sind und bereits an strategischen Lösungen gearbeitet haben. Die jeweiligen Erkenntnisse sollen für neue Projekte genutzt werden, wobei Altena die Führungs- und Organisationsrolle übernimmt. Inhaltliche Unterstützung bekommt das Netzwerk voraussichtlich von Dr. Hans Schlappa (England), der als Lead Experte schon Projekte in schrumpfenden Städten durchgeführt und die Stadt Altena persönlich kennt. Ergebnis ist ein gemeinsames Konzept, welches für die Bewerbung um die Teilnahme an der zweiten Phase des URBACT Programms gebraucht wird.

Bis Dezember 2018 werden die Juroren entscheiden, ob das Netzwerk zukunftsfähig ist und eine Weiterarbeit in größerer Runde mit zusätzlichen fünf Partnern finanziert wird. Potentielle Partner für die zweite Phase liegen in Lettland, Bulgarien, Spanien, Portugal, Rumänien, der Tschechischen Republik und Zypern. Da dies eine zusätzliche Arbeitsbelastung für die Stadt Altena bedeutet, wird auch eine zusätzliche Projektkoordination gefördert.

Thematisch beschäftigt sich das Netzwerk mit der Stadtentwicklung in von Schrumpfung geprägten Städten, die gemeinsam mit Bürgern betrieben werden soll. In Altena soll als Projektraum eine innerstädtische Brachfläche um- und neugenutzt werden. Dafür werden die Ideen und Herangehensweisen anderer Städte genutzt und als Vorbilder genommen. „Nach dem Altenaer Schützenfest werden wir die ersten Planungsschritte gemeinsam mit den Bürgern im Hinblick auf die Umnutzung der Itani-Industriebrachen starten“, so Bürgermeister Dr. Hollstein. Gemeinsam mit Bürgern soll anknüpfend an „Altena 2015“ dort ein konkretes Stadtentwicklungsprojekt entwickelt und später auch umgesetzt werden.