Wenn wir an „Dänemark“ und „Spielen“ denken, fallen uns wahrscheinlich die typischen Bauklötzchen aus Kunststoff ein, mit denen wir als Kinder Häuser, Autos oder Türme gebaut haben.
Dänische Konstrukteur*innen scheinen tatsächlich generell etwas für Baukastensysteme übrig zu haben. So auch die Firma „KOMPAN“, die sich auf Spiel- und Fitnesslösungen spezialisiert haben.
Bereits letztes Jahr konnte Gerrit Standke, der bei der Stadt Altena neben dem Jugendzentrum auch für die Spielplätze zuständig ist, eines der begehrten Geräte mit einem spürbaren Nachlass sichern. Dieses wurde dann beim städtischen Baubetriebshof eingelagert, um es in den letzten Wochen dann aufbauen zu können.
Dabei handelt es sich um ein Baukastensystem von Kletterwürfeln mit fünfeckigen Seitenteilen, die miteinander verbunden werden können. Das „Kletterkunstwerk“ trägt den Namen „BLOQX“ und besteht zu drei Vierteln aus Recyclingmaterial – trotzdem ist es sehr langlebig, widerstandsfähig und wartungsarm. An anderer Stelle wurde ein Spielgerät dieses Herstellers nach über 45 Jahren abgebaut und war immer noch in gutem Zustand, wir haben also Vergleichswerte.
Das hat auch seinen Sinn, denn BLOQX ist nicht für kleinere Kinder gedacht, sondern für die Altersspanne von neun bis 15 Jahren. Damit ist das Gerät genau auf diesem Spielplatz am Kalkofenweg richtig, erklärt Gerrit Standke: „Ich weiß, hier wohnen ältere Jugendliche im Umfeld. Wir haben viele Spielgeräte für kleinere Kinder, aber gerade dieses Spielgerät ist für Jugendliche interessant.“ Ein facettenreiches Angebot für alle Altersgruppen in Altena anzubieten, ist ihm bei seiner Arbeit sehr wichtig.
Tatsächlich ist um das gerade mal vor drei Wochen fertiggestellte Gerät im Sand deutlich zu sehen, dass es offensichtlich interessant ist und genutzt wird. Am BLOQX selbst sieht man es aber eben nicht so genau, da es nach wie vor tip-top aussieht.
Vielleicht sieht man erstmal nur ein skulpturartiges Konstrukt mit Kletterelementen, das etwas über drei Meter in den Himmel ragt. Doch dahinter steckt mehr, weiß Gerrit Standke: „Es ist mitunter sehr herausfordernd. Es braucht Mut und Geschick, man kann hier in allen Richtungen klettern: Von unten nach oben, von oben nach unten, seitwärts, oben drüber oder unten drunter durch… und wieder zurück.“
Wer sich wegen der Höhe sorgt: Die 3,05 Meter sind genormt und das Klettergerät ist von einem Spezialsand umfüllt, der Sprünge und Stürze entsprechend abfängt.
Natürlich haben eine solche Qualität und der Aufbau ihren Preis. Doch der spürbare Nachlass seitens der Herstellerin (bereits produzierte Ware) und der Aufbau durch den städtischen Baubetriebshof haben es dem städtischen Budget erleichtert. Gekauft wurde das Gerät 2025 mit den damaligen Haushaltsmitteln und in diesem Jahr mit den Mitteln aus 2026 aufgebaut. Eine gute Lösung, da die anderen Spielplätze in Altena ja ebenfalls betreut und weiterentwickelt werden wollen.
Unterm Strich stehen am Ende insgesamt rund 20.000 Euro, für Beschaffung und Aufbau (Fundamente, Kies, viel spezieller Sand). Das allerdings für eine sehr gute Qualität und Langlebigkeit. Am Ende geht es neben dem Spaßfaktor für die Kinder und Jugendlichen eben auch um die Sicherheit und Robustheit.
Wir wünschen allen Nutzer*innen viel Spaß mit dem neuen BLOQX-Klettersystem!


