Das Starkregenereignis vom Juli 2021 ist uns allen noch mehr als deutlich im Gedächtnis.
Viele Menschen in Altena haben Schäden am eigenen Besitz erlitten und der Stadtverwaltung Altena, den Stadtwerken Altena und den Bäderbetrieben geht es hier nicht anders. Seit dem Großschadensereignis ist das Frei- und Hallenbad in Dahle geschlossen.
Das soll so aber nicht bleiben!
Eine erste Machbarkeitsstudie wies seinerzeit Sanierungskosten im mehrfachen Millionenbereich aus und dies sollte als Basis für weitere Planungen dienen. Die Ausschreibungen zu diesen Planungen mussten aber leider drei Mal veröffentlicht werden, bis sie zum Erfolg führten und entsprechende Planungsbüros beauftragt werden konnten.
Im Juni 2025 ging es dann endlich los. Bis zum Herbst des Jahres wurden die Fachplanungen vollständig abgeschlossen. Die Planungsbüros konnten sich ein wesentlich umfassenderes Bild von der Lage machen, was bei der ersten Machbarkeitsstudie so einfach noch nicht möglich war. Im Ergebnis führte dies auch zu neuen Kostenaufstellungen, dabei wurde der Blick auf eine reine Sanierung gelegt, aber auch auf einen Ersatzneubau.
Ende 2025 wurden die Ergebnisse an die Bezirksregierung Arnsberg verschickt.
Die Erkenntnisse sind teils ernüchternd, teils weisen sie einen klaren Weg in Richtung Ersatzneubau des Frei- und Hallenbads in Dahle.
Die Planungsbüros stellten fest, dass die Schäden wesentlich umfangreicher sind und damit ein höherer Aufwand bei der Einrichtung der Technik im Sinne des Hochwasserschutzes nötig ist. Ähnlich sieht es beim Tragwerk und der Haustechnik der Gebäude aus. Dazu kommen noch gestiegene Anforderungen beim Gebäudeenergiegesetz und den Vorgaben zu Hochwasser- und Starkregenschutz im Generellen.
Ein weiterer Risikofaktor ist, dass bei jeder Sanierung unvorhergesehene Probleme auftauchen können, die dann eben für weitere Kostensteigerungen sorgen können. Zudem sind die Baupreise deutlich gestiegen und werden dies auch weiter tun.
Aufgrund der aktuellen Vorplanungen ergeben sich von den Fachplanern geschätzte Kosten für die reine Sanierung – ohne Extras – die rund zweieinhalb Mal so hoch sind, wie bei der ersten Machbarkeitsstudie noch gedacht!
Damit richtet sich der Blick auf einen Ersatzneubau des Frei- und Hallenbads in Dahle.
Die Vorteile des Neubaus sind klar erkennbar:
Die Kosten und die Bauzeit sind wesentlich besser planbar und der Ersatzneubau birgt weniger unvorhersehbare Fallstricke. Nachträgliche Änderungen sind beim Ersatzneubau zudem immer leichter einflechtbar. In Sachen Hochwasser- und Starkregenschutz ist die Sanierung wie ein Flicken am Fahrradreifen und der Ersatzneubau ein gutes neues Rad, mit Technik auf der Höhe der Zeit.
Das finale Argument ist allerdings: Es wird davon ausgegangen, dass durch den Ersatzneubau zwei bis vier Millionen Euro eingespart werden können!
Preissteigerungen würden beide Varianten gleichermaßen betreffen, daher steht diese vier Millionen-Ersparnis bei der aktuellen Vorplanung als klarer Vorteil.
Wo es Fördermittel gibt, muss die Fördermittelgeberin aber auch mitspielen.
Kurzum: Sie spielt mit und unterstützt einen Ersatzneubau, allein schon aus Gründen der Wirtschaftlichkeit. Die höhere Effizienz durch die hier eben genannten Vorteile haben auch die Fördermittelgeberin überzeugt und mit dem Signal „Daumen hoch“ aus Arnsberg wurde bereits ein erster Entwurf für den Ersatzneubau erstellt.
Es werden zwar voraussichtlich erneute Ausschreibungen nötig sein, doch wird dies nicht zu Verzögerungen des gesamten Prozesses führen. Am Ende soll ein optimal nutz- und bewirtschaftbares Frei- und Hallenbad Dahle stehen, auf das wir alle stolz sein können!
In den letzten anderthalb Jahren ist also sehr viel im Hintergrund passiert, mit ebenso vielen Beteiligten Büros und Stellen, bei denen alle Mitwirkenden hochmotiviert waren und sind. Dafür möchten wir uns von städtischer Seite herzlich bedanken! So wird es auch weitergehen.
Sobald es weitere wichtige Wegmarken gibt, werden wir Sie informieren!


